Wechseljahre: Mit 40 neue Chancen ergreifen

Gewohntes ablegen, Neues ausprobieren

Wenn Sie mit Anfang 40 in die Wechseljahre kommen, liegen, statistisch gesehen, mehr als vierzig weitere Lebensjahre vor Ihnen. Grund genug, den Veränderungen offen und entspannt zu begegnen.

  • Frau sitzt lachend in der Hocke

Wechseljahre mit 40 – was bedeutet das für Frauen von heute?

Wenn die Wechseljahre mit 40 beginnen, stehen Frauen im Gegensatz zu früheren Generationen mitten im Leben. Nie waren sie zu Beginn der zweiten Lebenshälfte so aktiv und attraktiv wie heute. Dennoch fällt es nicht allen leicht, Vertrautes loszulassen und sich mit Veränderungen anzufreunden.

Bleiben Sie neugierig. Sie haben heute viele Möglichkeiten, mehr über die Vorgänge in Ihrem Körper zu erfahren und Antworten auf Ihre Fragen zu finden. Ein gesunder Lebensstil, moderne Therapien und ein offener, wohlwollender Umgang mit dem Thema helfen Ihnen, in den Wechseljahren auch eine Chance zu sehen.

Wechseljahre mit 40 – so früh?

Möglicherweise überrascht es Sie, dass die Wechseljahre bereits mit Anfang 40 beginnen können. Sie haben noch ihre Periode, einige Frauen werden jetzt sogar noch schwanger. Das Ende der fruchtbaren Zeit scheint weit entfernt. Doch die Wechseljahre sind ein länger andauernder Prozess – und er beginnt schon deutlich vor der letzten Regelblutung.

Laut Statistik sind die meisten Frauen zwischen 49 und 55 Jahre alt, wenn ihre Regel ausbleibt. Bereits 5 bis 10 Jahre vor der Menopause, wie dieses Ereignis auch genannt wird, kann eine hormonelle Umstellung bereits in Ihrem Körper beginnen. Das bedeutet, der Startschuss für die Wechseljahre fällt mit Anfang bis Mitte 40. Die Eierstöcke fahren die Produktion der Sexualhormone allmählich herunter. Da Hormone vielfältige Funktionen im Organismus steuern, hat ein Ungleichgewicht spürbare Folgen für Körper und Gemüt.

Woran erkenne ich, wenn die Wechseljahre beginnen?

Es gibt frühe Anzeichen, wenn die Wechseljahre einsetzen und der Hormonhaushalt mit Anfang 40 aus der Balance gerät: Häufig treten Zyklusstörungen wie stärkere oder unregelmäßige Blutungen auf. Viele Frauen leiden kurz vor der Menstruation vermehrt unter Kopfschmerzen, Spannungsgefühl in den Brüsten und Wassereinlagerungen. Auch Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen können Symptome der beginnenden Wechseljahre sein. Häufig werden diese Anzeichen allerdings gerade mit Anfang 40 mit Stress in Verbindung gebracht.

Der Blick in den Spiegel offenbart meist auch Anzeichen der Wechseljahre: Aus kleinen Fältchen werden Falten, Ihre Haut wird zunehmend trockener und empfindlicher und verliert spürbar an Elastizität. Hier spielt neben genetischer Veranlagung, äußeren Einflüssen und persönlichem Lebensstil auch die Veränderung des Hormonhaushaltes eine Rolle.

Expertenstatement der Woche
Gynolog Expertenteam

„Der Beginn der Wechseljahre läuft mit Anfang 40 von Frau zu Frau unterschiedlich ab. Nicht immer treten alle Symptome auf.“

Fünf Tipps, wenn mit 40 langsam die Wechseljahre beginnen

  1. Aktiv entspannen

    Ausdauersport ist eine gute Möglichkeit, das Herz-Kreislauf-System zu trainieren und Stress abzubauen. Doch auch sanfte Sportarten sind effektiv. Warum nicht mit 40 Yoga erlernen, um die Wechseljahre gelassener anzugehen? Viele Übungen wirken gezielt auf Nerven, Hormon- und Immunsystem. Sie können die Stimmung aufhellen und die allgemeine Regeneration fördern.

  2. Flüssigkeitsspeicher auffüllen

    Augen, Haut und Schleimhäute werden zunehmend trockener mit Anfang 40, wenn aufgrund der Wechseljahre Hormone fehlen. Jetzt ist es wichtig, für ausreichend Flüssigkeit zu sorgen. Ob Mineralwasser, Saftschorle oder Kräutertee – zwei bis drei Liter täglich sind die empfohlene Menge, um zu Ihrem Wohlbefinden beizutragen.

  3. Hautpflege intensivieren

    Wenn mit 40 die Haut aufgrund der Wechseljahre empfindlicher und trockener wird, braucht sie eine Extraportion Pflege. Gönnen Sie sich regelmäßig eine wohltuende Creme-Maske, eine Ampullenkur oder ein Serum mit regenerierenden Wirkstoffen wie Hyaluronsäure. Auch eine Massage mit wertvollen pflanzlichen Ölen pflegt intensiv – und ist gleichzeitig Balsam für die Seele.

  4. Knochensubstanz stärken

    Durch Östrogenmangel erhöht sich nach der Menopause das Osteoporose-Risiko. Achten Sie schon mit 40, zu Beginn der Wechseljahre, auf eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D. Auch Bewegung hilft, das Osteoporose-Risiko zu senken. Wer bei Sonnenlicht im Freien aktiv ist, kurbelt gleichzeitig die Vitamin D-Synthese im Körper an.

  5. Verhütung überdenken

    Wenn mit etwa 40 die Wechseljahre bei einigen Frauen beginnen, können Sie immer noch schwanger werden. Verhütungsmethoden wie das Kondom greifen nicht in den Zyklus ein, und Sie können feststellen, ob sich etwas verändert und wann die Regel ausbleibt. Eine Spirale kann für längerfristigen Verhütungsschutz sorgen. Die Einnahme der kombinierten Pille sollten Sie aufgrund des mit dem Alter ansteigenden Risikos von Thrombosen, Schlaganfall und Herzinfarkt gemeinsam mit ihrem Frauenarzt abwägen.