Die typischen Anzeichen der Wechseljahre

Körper und Gemüt aus dem Gleichgewicht

Ab 40 stellt sich Ihr Körper langsam auf eine neue Lebensphase ein. Die hormonelle Umstellung geht mit spürbaren Veränderungen einher. Wie gut kennen Sie die Anzeichen, mit denen sich die Wechseljahre ankündigen?

  • Illustration mit Frau auf einem Sofa, Wolken mit Wörtern

Die Anzeichen der Wechseljahre sind individuell

Die Wechseljahre sind eine natürliche Zeit der hormonellen Umstellung. Die Eierstöcke stellen allmählich ihre Arbeit ein, und die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone nimmt ab. Körper und Seele können dadurch aus der Balance geraten. Die Monatsblutung hält sich plötzlich nicht mehr an die Regel? Kleinigkeiten lassen Sie aus der Haut fahren? Schlaflose Nächte werden zum Albtraum? All das können Anzeichen dafür sein, dass die Wechseljahre bereits begonnen haben. Doch das Klimakterium – so der Fachausdruck für die Wechseljahre – ist eine individuelle Angelegenheit. Die Begleiterscheinungen werden von jeder Frau anders erlebt. Manche bemerken erst, wenn die Regel ausbleibt, dass sie in den Wechseljahren sind.

Typische Anzeichen im Verlauf der Wechseljahre

Die Wechseljahre sind ein langer Prozess, der sich in drei Abschnitte gliedern lässt.

  • Phase 1: Erste Anzeichen der Wechseljahre

    Die erste Phase beginnt mit etwa 40 und dauert im Schnitt sieben Jahre. Die hormonellen Veränderungen führen zunächst hauptsächlich zu Zyklusstörungen. Die Monatsblutungen sind unregelmäßig, nach einer Pause oft länger und stärker. Auch Kopfschmerzen, Brustspannen und Wassereinlagerungen vor der Menstruation können Anzeichen der beginnenden Wechseljahre sein.

  • Phase 2: Anzeichen der Wechseljahre rund um die Menopause

    Die zweite Phase schließt die Menopause, wie die letzte Monatsblutung auch genannt wird, ein. Laut Statistik beginnt sie mit 47 Jahren und endet ein Jahr nach der letzten Blutung. Typische Anzeichen für die Wechseljahre in dieser Zeit können Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, depressive Verstimmungen und eine allgemein verminderte Leistungsfähigkeit sein.

  • Phase 3: Anzeichen der Wechseljahre nach der Menopause

    Etwa ein Jahr nach der letzten Monatsblutung beginnt die dritte und letzte Phase. Zusätzlich zu den bekannten Symptomen können jetzt durch lokalen Östrogenmangel in der Scheide wiederkehrende Infektionen der Harnwege, Harninkontinenz, Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auftreten. Da sich ein Östrogenmangel auch auf die Knochensubstanz auswirkt, besteht nach der Menopause ein erhöhtes Osteoporose-Risiko.

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Expertenstatement der Woche
Gynolog Expertenteam

„Die vielfältigen Anzeichen der Wechseljahre werden in der Medizin unter dem Begriff “Klimakterisches Syndrom” zusammengefasst.“

So erkennen Sie, ob Sie in den Wechseljahren sind

Stimmungsschwankungen, Zyklusprobleme und Schlafstörungen können Anzeichen sein. Manchmal sind jedoch ganz andere Ursachen dafür verantwortlich. Eine Erkrankung der Schilddrüse zum Beispiel äußert sich durch verblüffend ähnliche Symptome. Zyklusstörungen können auch durch Stress, Gewichtsschwankungen oder organische Veränderungen auftreten. Auch wenn Ihr Biorhythmus durch Nachtarbeit oder Zeitverschiebungen aus dem Takt gerät, kann die Regel unregelmäßig sein.

Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, ob Sie schon in den Wechseljahren sind, stehen Ihnen diese Möglichkeiten zu Verfügung:

  • Einen ersten Anhaltspunkt liefert Ihre morgendliche Körpertemperatur. Bleibt die sogenannte Basaltemperatur über Wochen unverändert, findet kein Eisprung mehr statt. Dies kann als Anzeichen für die Wechseljahre betrachtet werden.
  • Wenn Sie Gewissheit möchten, lassen Sie die Hormonwerte mittels Blutuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt bestimmen. Dazu sind mehrere Tests nötig, denn das Auf und Ab der Botenstoffe verändert sich kontinuierlich. Ein typisches Anzeichen für die Wechseljahre ist es, wenn die Konzentration des Östrogens Estradiol, auch als Östradiol bezeichnet, sinkt und gleichzeitig das follikelstimulierende Hormon FSH zunimmt.

Test: Haben Sie Anzeichen für die Wechseljahre?

Wenn Sie diese Fragen überwiegend mit ja beantworten, hat die hormonelle Umstellung bei Ihnen möglicherweise schon begonnen. Die genannten Veränderungen können erste Anzeichen für die Wechseljahre sein, aber zum Teil auch andere Ursachen haben. Eine ärztliche Untersuchung kann Ihnen Gewissheit geben und mögliche Erkrankungen ausschließen.

  1. Frage 1:

    Sind Sie Anfang oder Mitte vierzig?

  2. Frage 2:

    Hat sich Ihr gewohnter Zyklus in letzter Zeit verändert, ist kürzer oder länger als sonst?

  3. Frage 3:

    Ist Ihre Monatsblutung nach längerer Pause plötzlich stärker geworden?

  4. Frage 4:

    Leiden Sie vor der Menstruation neuerdings verstärkt unter dem PMS-Syndrom?

  5. Frage 5:

    Schlafen Sie in letzter Zeit schlechter, zum Beispiel weil Sie nachts stark schwitzen?

  6. Frage 6:

    Bekommen Sie aus heiterem Himmel Hitzewallungen und kurz darauf Schweißausbrüche?

  7. Frage 7:

    Können Sie sich in letzter Zeit schlechter konzentrieren als früher?

  8. Frage 8:

    Können Sie sich neuerdings Dinge schlechter merken?

  9. Frage 9:

    Reagieren Sie emotionaler als früher? Sind Sie häufig gereizt, traurig, ängstlich oder alles zusammen?

  10. Frage 10:

    Stellen Sie fest, dass Ihre Augen, Ihre Haut und auch die Haut der Scheide trockener geworden sind?

Eine positive Einstellung wird Ihnen helfen, mit den Wechseljahren besser zurechtzukommen. Viele Frauen genießen in den Zeiten des Wechsels neue Seiten des Frauseins – zum Beispiel, wenn die monatliche Regel und Menstruationsbeschwerden ausbleiben oder wenn Sie nicht mehr verhüten müssen.