Wechseljahre: Ab wann rebellieren die Hormone?

Vieles kann den Verlauf beeinflussen. Auch Sie.

Der 40. Geburtstag ist für Frauen ein markantes Datum. Die zweite Lebenshälfte liegt vor ihnen – und damit weitreichende Veränderungen. Ab wann komme ich in die Wechseljahre, ist eine Frage, die viele beschäftigt.

  • Frau lehnt lachend an einer Wand

Die Wechseljahre: Erwartet – doch nicht ersehnt

Wie die Pubertät sind die Wechseljahre eine natürliche Phase der hormonellen Umstellung. Frauen wissen, dass diese wechselvolle Zeit zu ihrem Leben dazugehört. Doch viele sind unsicher darüber, was sich dadurch verändern wird, und es tauchen Fragen auf. Ab wann werden die Anzeichen der Wechseljahre zu spüren sein – und in welchem Ausmaß? Sind Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Dünnhäutigkeit in jeder Beziehung wirklich unausweichlich? Bleiben Sie optimistisch: Jede Frau schreibt ihre eigene Geschichte der Wechseljahre. Und bei einem Drittel von ihnen kommen die typischen Beschwerden darin nicht vor.

Dass sich eine gesunde, aktive Lebensweise in der Lebensmitte besonders auszahlt, ist kein Geheimnis. Doch wussten Sie, dass Sie dadurch möglicherweise mitbestimmen können, wie die Wechseljahre verlaufen? Ausgewogene Ernährung, Sport und Nikotinverzicht können das Klimakterium beeinflussen.

Erkennen Sie, ab wann es die Wechseljahre sind

Im Durchschnitt beginnen die Wechseljahre mit Mitte 40. Dann stellt sich Ihr Körper langsam auf die neue Lebensphase ein. Die ca. 100.000 Eizellen, die in der Pubertät zur Verfügung standen, gehen zur Neige. Die Eierstöcke arbeiten langsamer und drosseln die Hormonproduktion.

Woran erkennen Sie, ab wann Sie in den Wechseljahren sind? Der sinkende Hormonspiegel kann Körper und Gemüt aus dem Gleichgewicht bringen. Deutlichster Hinweis sind Zyklusprobleme. Die monatlichen Blutungen können stärker oder schwächer auftreten – bis die Regel zur Ausnahme wird und schließlich ganz ausbleibt. Die meisten Frauen sind dann zwischen 49 und 55 Jahre alt.

Verschiedene Faktoren beeinflussen den Zeitpunkt

  1. Genetische Einflüsse

    Ab wann Frauen in die Wechseljahre kommen, ist individuell unterschiedlich. Die Vermutung liegt nahe, dass die familiäre Veranlagung dabei eine Rolle spielt. Wenn Ihre Mutter, ältere Schwester, Ihre Tanten und Cousinen – also mehrere Frauen in Ihrer Familie – relativ früh ins Klimakterium gekommen sind, wird es bei Ihnen wahrscheinlich ähnlich sein.

  2. Ethnische Einflüsse

    Überall auf der Welt kommen Frauen in die Wechseljahre, doch ab wann sie einsetzen ist immer ein wenig anders. Dabei scheinen auch teilweise ethnische Einflüsse eine Rolle zu spielen: Mitteleuropäerinnen sind etwa Anfang vierzig, wenn die Hormonproduktion langsam abnimmt. Afroamerikanische und südamerikanische Frauen kommen im Schnitt etwas früher in die Wechseljahre, asiatische Frauen etwas später. Doch nicht nur ab wann, sondern auch wie die Wechseljahre erlebt werden, ist unterschiedlich.

  3. Gesundheitsschädigende Einflüsse

    Rauchen wirkt sich negativ auf die Östrogenproduktion aus und hat einen Einfluss darauf, ab wann die Wechseljahre beginnen. Wer viel raucht, kann schon früher ins Klimakterium als Nichtraucherinnen kommen. Neben vielen Gesundheitsrisiken begünstigt Nikotin auch die typischen Wechseljahresbeschwerden.

Wechseljahre ab 30: Wann kommt es dazu?

Ab wann kann man eigentlich in die Wechseljahre kommen? Das fragen sich jene Frauen, bei denen die Menopause, die letzte Monatsblutung, schon deutlich vor dem 40. Lebensjahr eintritt. Das Phänomen ist in der Medizin als Klimakterium praecox oder vorzeitige Wechseljahre bekannt. Es betrifft etwa eine von hundert Frauen unter 40. Als mögliche Ursachen werden gelegentlich genetische Veranlagung, Autoimmunerkrankungen oder schädigende Einflüsse einer Krebstherapie entlarvt. Mangelt es frühzeitig an Östrogenen, fehlt dem Körper ein wichtiger Schutz für starke Knochen und ein gesundes Herz. Ob bei vorzeitigen Wechseljahren eine Hormonersatztherapie sinnvoll ist, um das Gesundheitsrisiko zu minimieren, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt abwägen.