Wie Sie den Geburtstermin Ihres Babys berechnen

Es gibt gute Gründe – Neugier ist einer davon

Sie können mit einer Formel den Geburtstermin berechnen. Ihr Arzt ermittelt ebenfalls mit Hilfe einer Formel, wann Ihr Kind kommt. In Kombination mit den Ergebnissen Ihrer Ultraschalluntersuchungen, kann der Arzt gegebenenfalls eine genauere Aussage treffen. Aber nehmen Sie’s nicht zu genau: Nur ca. 5% aller Babys halten sich an Termine.

  • Schwangere Frau sitzt auf dem Boden, hält Teddy an den Bauch

So können Sie den Geburtstermin selbst berechnen

Wahrscheinlich brennen Sie wie jede werdende Mutter darauf, zu erfahren, wann Ihr Baby zur Welt kommt. Bei der ersten Untersuchung zu Ihrer Schwangerschaft wird Ihr Arzt den voraussichtlichen Termin der Geburt ermitteln. Sollten Sie es aber nicht erwarten können, haben Sie zwei Möglichkeiten, den ungefähren Geburtstermin selbst zu berechnen.

  1. Vom ersten Tag der letzten Periode aus gerechnet

    Um den Geburtstermin Ihres Babys zu berechnen, nutzen die meisten Frauen eine lang bekannte Formel: die sogenannte Naegele-Regel. Sie wurde erstmals von dem Heidelberger Gynäkologen Franz Naegele erwähnt und funktioniert praktisch ohne Kalender. Alles, was Sie kennen müssen, ist der erste Tag Ihrer letzten Regelblutung. So berechnen Sie den Geburtstermin nach der Naegele-Formel:

    Tag der letzten Regel + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr

  2. Vom Tag der Befruchtung aus gerechnet

    Sofern Sie ihn kennen, wie beispielsweise bei einer künstlichen Befruchtung, können Sie auch den Tag der Befruchtung als Ausgangspunkt nutzen, um den Geburtstermin zu berechnen. Wichtig zu wissen: Der Tag, an dem Sie Geschlechtsverkehr hatten, ist nicht unbedingt der Tag der Empfängnis. Es kann bis zu drei Tage dauern, bis die Spermien die Eizelle erreichen. Die Zeit von der Befruchtung bis zur Geburt dauert 38 Wochen und zwei Tage, die Sie dann zu Ihrem Ausgangsdatum dazuzählen.

Mehr als nüchterne Berechnungen sagt der tatsächliche Entwicklungsstand Ihres ungeborenen Kindes über den Geburtstermin aus. Ihr Frauenarzt wird Ihnen nach eingehender Untersuchung möglicherweise einen früheren oder späteren Entbindungstermin nennen.

Wie wird Ihr Arzt den Geburtstermin berechnen?

  • Die Schwangerschaftswoche berechnen

    Beim ersten Besuch wird Ihr Arzt ermitteln, in welcher Schwangerschaftswoche Sie sind und Ihnen den sogenannten errechneten Entbindungstermin mitteilen. Er geht dabei ebenfalls vom ersten Tag Ihrer letzten Regelblutung aus. Auch er wendet die Naegele-Regel an.

  • Scheitel-Steiß-Länge ermitteln

    Die erste Ultraschalluntersuchung kann es dann genauer zeigen: Ihr Baby wird mittels Ultraschall vom Scheitel bis zum Steiß gemessen. Von der sogenannten Scheitel-Steiß-Länge (kurz SSL) lassen sich recht zuverlässige Rückschlüsse auf die Schwangerschaftswoche und den voraussichtlichen Entbindungstermin ziehen. Weicht der sonographisch ermittelte Termin mehr als 5-7 Tage vom errechneten Termin ab, wird er korrigiert.

3 gute Gründe, den Geburtstermin zu berechnen:

  1. Rechtzeitig vorbereitet sein

    Babyzimmer einrichten, Erstausstattung kaufen, Kliniken recherchieren und vieles mehr: Während der Schwangerschaft haben Sie alle Hände voll zu tun! Wenn Sie den potenziellen Geburtstermin berechnen, können Sie besser planen, um bei Babys Ankunft gut vorbereitet zu sein.

  2. Die Vorfreude genießen

    Der schönste Grund, den Geburtstermin zu berechnen, ist die Vorfreude. Einen konkreten Termin vor Augen zu haben, auf den Sie sich freuen können – Das hilft auch dann, wenn’s im Verlauf der Schwangerschaft einmal anstrengend wird.

  3. Den Mutterschutz einplanen

    Sechs Wochen vor der Geburt beginnt für schwangere Frauen der Mutterschutz. Wenn Sie den Geburtstermin Ihres Babys berechnen, haben Sie einen Anhaltspunkt, ab wann Sie nicht mehr arbeiten müssen. Informieren Sie Ihren Arbeitgeber rechtzeitig über den voraussichtlichen Entbindungstermin, damit er planen kann.

Nur 5% aller Babys halten sich an die Termine

So faszinierend der Gedanke auch sein mag, den Geburtstag Ihres Kindes zu kennen: Mit 100%iger Sicherheit lässt sich der Geburtstermin nicht berechnen. Nur 5% aller Babys werden tatsächlich am errechneten Tag entbunden. Medizinisch gelten jedoch alle Kinder, die zwischen der 37. und der 42. Woche zur Welt kommen, als „termingeboren“.

Warum sind einige Frauen kürzer oder länger schwanger als andere? Amerikanische Wissenschaftler haben verblüffende Zusammenhänge entdeckt: Braucht eine befruchtete Eizelle beispielsweise länger, um sich in der Gebärmutter einzunisten, wird das Baby auch länger im Mutterleib verweilen. Je älter die werdende Mutter ist, desto länger dauert in der Regel die Schwangerschaft. Bei vielen Frauen tritt ein Wiederholungseffekt auf: Wer einmal länger schwanger war, wird es wahrscheinlich auch bei weiteren Schwangerschaften sein.

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Babys die rund 14 Tage vor oder nach dem errechneten Geburtstermin zur Welt kommen, werden als „termingeboren“ bezeichnet.