Was ist PMS? Antworten auf die häufigsten Fragen

Lernen Sie die komplexen Symptome besser verstehen

Was ist PMS? Gute Frage, denn obwohl drei von vier Frauen unter den Beschwerden leiden, sind viele Ursachen noch unbekannt. Wissenswertes über das PMS, seine Formen, Symptome und mehr lesen Sie hier.

  • Frau liegt auf einem Bett, hält sich den Bauch

PMS wirft viele Fragen auf – was PMS ist

Das prämenstruelle Syndrom ist derart komplex, dass es schwer ist, in Kürze zu erklären, was PMS ist. Obwohl geschätzt bis zu 75% der Frauen betroffen sind, gibt PMS der Medizin noch viele Rätsel auf. Wollen Sie mehr über PMS erfahren? Hier finden Sie Antworten auf Fragen wie „Was ist PMS?“, „Welche Symptome und mögliche Ursachen gibt es?“ oder „Was ist beim Verdacht auf PMS zu tun?“.

Was ist PMS eigentlich genau?

Frauen mit PMS leiden jeden Monat, etwa 7-10 Tage vor Beginn ihrer Periode, wiederholt an seelischen und/oder körperlichen Beschwerden. Namensgebend ist dabei, dass die Symptome nur in der zweiten Zyklushälfte auftreten und normalerweise mit Blutungsbeginn abnehmen. Was für PMS noch typisch ist: Jede Frau erlebt Art und Stärke der Symptome anders.

Expertenstatement der Woche
Gynolog Expertenteam

"Etwa 1 von 20 Frauen leidet regelmäßig so stark an PMS Symptomen, dass ihr Alltag gestört ist."

Haben Sie selbst schon Erfahrungen mit PMS gemacht? Häufige Beschwerden sind Unterleibs- und Kopfschmerzen, Brustpannen oder Wassereinlagerungen. Auch die Psyche kann leiden. Frauen erleben extreme Stimmungsschwankungen – sie sind leicht reizbar, neigen zu Traurigkeit oder sogar depressiven Verstimmungen. Eine besonders schwere Form des PMS ist die kurz als PMDS oder PMDD bezeichnete Prämenstruelle Dysphorische Störung. Geschätzt sind etwa 5% der Frauen davon betroffen – bei ihnen fallen die psychischen Leiden so stark aus, dass ihr tägliches, soziales Leben massiv beeinträchtigt wird.

Was ist die Ursache für PMS?

Eine gute Frage, die nicht nur Sie beschäftigt. Ursachenforscher haben bis heute noch keine eindeutige Antwort darauf gefunden. Vielmehr wird vermutet, dass mehrere ursächliche Faktoren mit der Entstehung des PMS verbunden sind und dass auch äußere Einflüsse verstärkend wirken können.

Treten Ihre Beschwerden nur in der zweiten Hälfte Ihres Zyklus auf? Das ist typisch für PMS. Deshalb gilt eine enge Verbindung zwischen PMS und dem weiblichen Zyklus als sicher. Für seine Steuerung ist ein sensibles Zusammenspiel verschiedener Hormone verantwortlich, unter anderem Östrogen und Progesteron. Sind Ihre Hormonwerte unausgewogen, was bei PMS häufig der Fall ist, entspricht dies dem Verdacht der Forscher, dass hormonell bedingte Ursachen eine große Rolle beim PMS spielen. Da Stress, Bewegungsmangel und Fehlernährung den Zyklus zudem negativ beeinflussen können, gelten sie als Verstärker der Symptome.

Was ist beim Verdacht auf PMS zu tun?

Vermuten Sie, dass PMS der Grund für Ihre Beschwerden ist? Fragen Sie auf jeden Fall Ihren Frauenarzt. Eine schnelle PMS Diagnose ist zwar nicht möglich, jedoch wird eine umfangreiche Untersuchung Klarheit bringen. Notieren Sie sich Ihre Symptome über einige Monate in einem Periodenkalender. Diese Notizen helfen Ihrem Arzt eine individuelle Diagnose zu stellen und andere Ursachen auszuschließen.

PMS hat viele Gesichter

Während einige Frauen nur kurz unter wenigen, leichten Beschwerden leiden, haben andere über Tage mit mehreren, starken Beschwerden zu kämpfen. Anhand der Symptome, die am stärksten belasten und häufig von weiteren Symptomen begleitet werden, kann man vier Typen unterscheiden.

Doch Vorsicht: Diese Typen sind keine klassischen medizinischen Kategorien, Sie können Ihnen lediglich eine Orientierung bieten und Ihnen aufzeigen, welche Symptome bei Ihnen dominieren.

Wollen Sie wissen, mit welchem PMS-Typ Sie Sich am besten identifizieren können und was er bedeutet? Hier finden Sie die vier Hauptgruppen:

  • Was ist PMS-Typ A?
    Typ-A steht für “Anxiety”, das heißt Angst. Sind Sie vor Ihrer Periode plötzlich ängstlich, reizbar oder aggressiv? Ursache könnte ein zu hoher Östrogenwert sein, vielleicht auch begleitet von einem zu geringen Progesteronwert. Das Ungleichgewicht kann Angst oder Aggressivität auslösen.

  • Was ist PMS-Typ C?
    Typ-C steht für “Craving”, das heißt Verlangen. Verspüren Sie Heißhunger, gesteigerten Appetit, Müdigkeit oder Kopfschmerzen? Grund ist vermutlich ein Absinken des Blutzuckerspiegels durch eine erhöhte Insulinwirkung. Das macht nicht nur müde, sondern steigert auch das Verlangen nach Süßem.

  • Was ist PMS-Typ D?
    PMS-Typ D steht für Depression. Leiden Sie unter depressiver Verstimmung, Schlaflosigkeit, Lethargie oder gemindertem Selbstwertgefühl? Hier könnte die Ursache in einem zu niedrigen Östrogenspiegel bei zu viel Progesteron liegen. Auch ein Mangel der Glückshormone Dopamin und Serotonin kann depressiv machen.

  • Was ist PMS-Typ H?
    PMS-Typ H steht für “Hydratation” und verweist auf Wassereinlagerung. Neigen Sie zu Wassereinlagerungen, Brustspannungen und Gewichtszunahme? Grund könnte ein zu hoher oder stark schwankender Östrogenspiegel sein. Als Folge werden Blutgefäße durchlässiger und Flüssigkeit kann ins Gewebe eindringen.

Was ist die beste Behandlung bei PMS?

Welche Art der Behandlung sich für Ihre PMS Beschwerden am besten eignet, hängt davon ab, wie stark diese ausfallen. Beraten Sie sich mit Ihrem Frauenarzt, welche pflanzlichen Mittel Ihnen zunächst helfen könnten. Sind Ihre Beschwerden so stark, dass natürliche Methoden nicht wirken, können verschiedene Medikamente helfen.

Was ist bei PMS sonst zu beachten?

Trinken Sie gerne Kaffee oder sind Sie Raucherin? Versuchen Sie, in der zweiten Zyklushälfte Genussmittel zu reduzieren – dazu gehört auch Alkohol. Gönnen Sie sich stattdessen eine mineralstoff- und vitaminreiche Ernährung. Wann waren Sie das letzte Mal Joggen oder haben in Ruhe ein Buch gelesen? Mit regelmäßiger Bewegung und Zeit zum Entspannen bringen Sie mehr Gleichgewicht in Ihr Hormonsystem. Indem Sie Stress abbauen, können Sie einem der größten verstärkenden PMS Faktoren entgegenwirken.