PMS: Übelkeit ist keine Seltenheit

Was tun, wenn der Magen vor den Tagen rebelliert?

So manche Frau spürt an den Tagen vor ihrer Periode ein flaues Gefühl im Magen. Erfahren Sie hier Hintergründe zu PMS, Übelkeit und weiteren Symptomen sowie Tipps, wie Sie Beschwerden lindern können.

  • Frau kniet vor einer Toilette

PMS: auch Übelkeit kann ein Symptom sein

Monat für Monat wiederholt sich der weibliche Zyklus durchschnittlich etwa alle 28 Tage. Mit der dabei regelmäßig einsetzenden Monatsblutung lernen die meisten Frauen sich zu arrangieren. Viele leiden jedoch unter verschiedenen körperlichen und seelischen Beschwerden, die an den Tagen zwischen Eisprung und Periode auftreten können – dem sogenannten Prämenstruellen Syndrom, kurz PMS.

Vielleicht kennen auch Sie ein oder mehrere typische PMS Symptome wie Bauch- oder Kopfschmerzen, Müdigkeit, Wassereinlagerungen oder Reizbarkeit. Zu den etwas seltener vorkommenden Beschwerden gehört neben Durchfall oder Völlegefühl auch die PMS-bedingte Übelkeit – das macht sie für die Betroffenen jedoch nicht minder belastend.

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Mediziner schätzen, dass etwa drei von vier Frauen von mindestens einem PMS Symptom betroffen sind.

Typisch bei PMS: Übelkeit vergeht mit Einsetzen der Periode

Wie alle PMS Beschwerden klingt auch eine PMS-bedingte Übelkeit normalerweise mit Einsetzen der Blutung wieder ab. Aber nicht verwechseln: Sollte Ihre Übelkeit von Heißhungerattacken, Unterleibsschmerzen oder Gefühlsschwankungen – auch häufige PMS Symptome – begleitet werden, kann dies auch ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Werdende Mütter klagen jedoch über die typische Morgen-Übelkeit, während Frauen mit PMS-bedingter Übelkeit häufig den ganzen Tag leiden.

Schwindel und Übelkeit gehen beim PMS oft Hand in Hand

Grundsätzlich hängt mit PMS eine Vielzahl an Symptomen zusammen. Wie sie sich äußern und in welcher Intensität, variiert dabei nicht nur bei jeder Frau, sondern auch innerhalb der Zyklen. Übelkeit kommt bei PMS zwar seltener vor, wird aber häufiger auch von Schwindel oder Schwächeanfällen begleitet. Weitere, den Magen-Darm-Bereich betreffende, Beschwerden können auch Erbrechen, Durchfall, Verstopfung oder Appetitlosigkeit sein. Fragen Sie sich, was der Grund für all diese Leiden ist? Sie sind nicht die einzige.

Was Übelkeit beim PMS konkret auslöst, ist noch nicht bekannt

Noch sind nicht alle PMS Ursachen erforscht. Auf die Frage, welche Faktoren im Einzelnen für welches Symptom, wie beispielsweise explizit für Übelkeit in Zusammenhang mit PMS, verantwortlich sind, gibt es demnach noch keine konkrete Antwort. Da PMS Symptome aber nur zwischen Eisprung und Menstruation auftreten, sehen Mediziner eine sichere Verknüpfung mit Schwankungen im Hormonsystem. So kann ein zu viel an Östrogen oder ein zu wenig an Progesteron nach dem Eisprung eine wichtige Rolle bei PMS spielen. Mediziner vermuten, dass auch weitere beeinflussende Faktoren, wie z.B. Beeinträchtigungen im vegetativen Nervensystem oder Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, mit der Entstehung von PMS zusammenhängen.

Bei der Ursachenforschung lässt man auch Risikofaktoren wie beispielsweise Stress oder unausgewogene Ernährung nicht außer Acht. Zu fetthaltige, vitamin- und nährstoffarme Mahlzeiten können möglicherweise Übelkeit als PMS Symptom begünstigen oder sogar verstärken. Indem Sie demnach Ihre Lebens- und Ernährungsgewohnheiten verbessern, können Sie selbst versuchen, den Beschwerden entgegenzuwirken.

Wie Ihr Arzt PMS-bedingte Übelkeit behandeln kann

Die gezielte Behandlung einzelner Symptome ist aufgrund verschiedener in Frage kommender Ursachen schwierig. Aber keine Sorge, eine Reihe von Beschwerden kann gelindert werden. Bei regelmäßigen PMS Symptomen, wie beispielsweise Übelkeit, sollte Ihre erste Anlaufstelle also immer Ihr Frauenarzt sein. Er kann Sie nach einer umfangreichen Untersuchung je nach Art und Stärke Ihrer Symptome individuell behandeln.

Sind Sie von leichter Übelkeit betroffen oder treten die Beschwerden nur ab und an auf, kann bei Bedarf eine symptomatische Therapie mit Medikamenten gegen Übelkeit ausreichen. Treten die Beschwerden jedoch häufiger auf und schränken sie Sie in Ihrem Alltag ein, können auch Hormonpräparate wie die Pille sinnvoll sein und regulierend auf den Hormonhaushalt wirken.

Sanfte und natürliche Mittel gegen PMS-bedingte Übelkeit

  1. Entspannende Kräutertees

    Wird es Ihnen regelmäßig vor den Tagen flau im Magen? Ein Tee aus Fenchel, Melisse oder Kamille wirkt beruhigend. Mönchspfeffer lindert zudem Magenkrämpfe, die mit Übelkeit bei PMS einhergehen können.

  2. Heilpflanzen mit Bitterstoffen

    Angelika- und Enzianwurzel regen als Tee zubereitet nicht nur Ihre Verdauung an. Sie wirken aufgrund ihrer enthaltenen Bitterstoffe und ätherischen Öle zudem noch krampflösend.

  3. Ingwer – scharf gegen Schmerz

    Leiden Sie neben Ihrer PMS-bedingten Übelkeit auch unter Kopfschmerzen oder Brechreiz? Hier kann Ingwer helfen. Seine Scharfstoffe stoppen den Brechreiz, lindern Schmerzen und fördern auch Ihren Kreislauf.

  4. Leichte Kost schont den Magen

    Fett- und salzarme sowie leicht verdauliche Nahrung, zum Beispiel gedünstetes Gemüse, bekommt Ihrer Verdauung und schont dem Magen. Auf Alkohol als Verdauungsgetränk sollten Sie übrigens besser verzichten.

Was außerdem gegen Übelkeit beim PMS helfen kann

Grundsätzlich gilt: Gut gegen PMS Beschwerden wie Übelkeit kann das wirken, wodurch Sie persönlich entspannter und ausgeglichener werden. Ist Ihnen nach Hinlegen mit Wärmflasche auf dem flauen Magen und Tee trinken, kann das ebenso Ihr Wohlbefinden verbessern wie ein Spaziergang an der frischen Luft oder Yoga. Leichte Bewegung und sportliche Aktivitäten wirken sich im Allgemeinen positiv auf PMS Symptome aus. Welche Methode besser in Ihrem individuellen Fall hilft? Versuchen Sie es und finden Sie es heraus. Sicher weiß auch Ihr Frauenarzt noch Rat, was in Ihrem speziellen Fall helfen kann.