Die häufigsten PMS Symptome auf einen Blick

Wenn Körper und Seele vor der Regel verrückt spielen

Typische PMS Symptome sind Kopfschmerzen, Wassereinlagerung und Brustspannen. Manche Frauen sind auch von depressiven Verstimmungen betroffen. Lesen Sie Hintergründe und Tipps zur Linderung der Beschwerden an den Tagen vor der Periode.

  • Oberkörper eine Frau, hält sich den Bauch

PMS Symptome – so individuell wie die Frau selbst

PMS – Fast drei von vier Frauen im geschlechtsreifen Alter sind mit diesem Begriff schon in Kontakt gekommen. Unter dem sogenannten prämenstruellen Syndrom fasst die Medizin sämtliche körperlichen und psychischen Beschwerden zusammen, unter denen Frauen an den Tagen vor ihrer Regel leiden können. Der Name rührt daher, dass PMS Symptome nur in der zweiten Zyklushälfte auftreten, also vor der Menstruation, und mit ihrem Einsetzen wieder abklingen. Dabei äußern sich die Beschwerden bei jeder Frau nicht nur individuell, sie können zudem in ihrer Stärke sowie von Zyklus zu Zyklus variieren.

Typische körperliche und seelische PMS Symptome

Vielleicht haben Sie selbst schon unangenehme Erfahrungen mit PMS Symptomen gemacht? Die typischen körperlichen Anzeichen reichen von Bauchkrämpfen, Rücken- oder Kopfschmerzen über Übelkeit oder Heißhunger bis hin zu Wassereinlagerungen oder gespannten Brüsten. Häufig klagen Frauen auch über Schlafstörungen und Müdigkeit oder sie fühlen sich völlig erschöpft. Doch auch seelisch können sich PMS Symptome bemerkbar machen.

So kennen Sie vielleicht scheinbar aus dem Nichts aufkommende Stimmungsschwankungen an den Tagen vor Ihrer Regel? Sie können sich kaum konzentrieren, die Nerven liegen blank und schon der kleinste Auslöser macht Sie plötzlich aggressiv, traurig oder sogar depressiv – dies sind typische psychische Symptome von PMS.

Noch sind nicht alle Ursachen für PMS erforscht

Bis heute sind die konkreten Verursacher der vielen verschiedenen PMS Symptome – bislang wurden weit über 100 notiert – nicht gänzlich bekannt. Einig sind sich Mediziner aber darüber, dass nicht nur eine einzige Ursache, sondern mehrere Faktoren eine Rolle spielen. So wird vermutet, dass neben einem aus der Balance geratenen Hormonsystem auch eine Störung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts mit den Beschwerden verknüpft ist. Auch in der Psyche sowie im Nervensystem verankerte Ursachen werden nicht ausgeschlossen.

Nicht immer verbirgt sich hinter den Symptomen PMS

Sollten Sie den Verdacht haben, dass der Grund für Ihre Beschwerden das PMS sein könnte, ist das Pflegen eines Periodenkalenders hilfreich. Darin können Sie neben der Markierung Ihrer Monatsblutung alle persönlichen Symptome, den Zeitpunkt wann diese auftreten sowie die Intensität notieren. Diese Angaben helfen auch Ihrem Frauenarzt bei der genaueren Diagnose, denn nicht immer ist das PMS der Verursacher.

Hinter vermeintlichen PMS Symptomen wie Müdigkeit bis hin zur Antriebslosigkeit, Leistungsabfall und zunehmendem Gewicht könnte beispielsweise auch eine Schilddrüsenunterfunktion stecken. PMS ähnliche Symptome wie Unterleibsschmerzen, plötzlicher Heißhunger oder Gemütsschwankungen wiederum könnten auch auf eine Schwangerschaft hinweisen. Ob eine Schwangerschaft oder möglicherweise PMS vorliegt, kann ein Schwangerschaftstest schnell klären.

Viele typische PMS Symptome können gelindert werden

Grundsätzlich empfiehlt es sich, neben körperlichen auch seelische Beschwerden mit dem Frauenarzt zu besprechen. Ein vom Arzt verschriebenes Hormonpräparat kann das Verhältnis der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron wieder ins Gleichgewicht bringen und für Linderung sorgen. So können sich z.B. die Antibabypille oder auch sogenanntes natürliches Progesteron regulierend auf den Zyklus auswirken. Gegen leichte Beschwerden können heilpflanzliche Mittel helfen, wie bspw. Mönchspfeffer. Ein Progesteron-haltiges Gel kann bei Brustspannen angewendet werden. Falls notwendig kann Ihr Arzt zudem Schmerzmittel verschreiben.

Reicht bei psychischen PMS Symptomen, wie beispielsweise Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder depressiven Verstimmungen ein gesunder und ausgeglichener Lebensstil zur Symptomlinderung nicht aus, können neben der Pille zum Ausgleich des Hormonsystems auch stimmungsaufhellende Medikamente zum Einsatz kommen. Diese können nur vom Arzt verschrieben werden. In manchen Fällen kann auch eine Psychotherapie eine sinnvolle ergänzende Maßnahme darstellen.

PMS Symptomen selbst vorbeugen

Aufgrund der noch unvollständigen Ursachenaufklärung ist die Empfehlung konkreter Vorbeugemaßnahmen schwierig. Es gibt jedoch natürliche Methoden, mit denen Sie zumindest PMS Symptom-verstärkenden Faktoren entgegenwirken können. Achten Sie beispielsweise auf eine ausgewogene, vitaminreiche und fettarme Ernährung. Bei Bedarf kann auch die ergänzende Einnahme von Mineralstoffen helfen. Magnesiummangel z.B. sagt man eine Begünstigung von Wassereinlagerungen oder Müdigkeit nach.

Um hormonellen Schwankungen vorzubeugen, sollten Sie Stress keine Chance geben. Gönnen Sie sich deshalb bei seelischer Belastung, ob privat oder im Job, genügend Ausgleich und Ruhepausen, um wieder abschalten zu können. Runden Sie Ihr Programm ab durch regelmäßige Bewegung oder Sport, der Ihnen Spaß macht, und vermeiden Sie übermäßigen Alkohol- und Nikotinkonsum. Sind Kopf und Körper ausgeglichen, leisten Sie bereits einen großen Beitrag, PMS gar nicht erst aufkommen zu lassen.