PMS-Syndrom: Im Wechselbad der Gefühle

Der weibliche Körper im Ausnahmezustand

Viele Frauen leiden an den Tagen vor dem Eintreten der Monatsblutung unter körperlichen und psychischen Beschwerden. Treten diese Beschwerden zyklisch wiederkehrend auf, kann es sich um das prämenstruelle Syndrom, kurz PMS, handeln. Erfahren Sie hier Wissenswertes zum PMS.

  • Frau stützt sich liegend auf Hand, schaut genervt,

PMS: Wenn sich die Periode unangenehm ankündigt

Gehören auch Sie zu den Frauen, die auch ohne Periodenkalender merken, dass ihre nächste Regelblutung bald einsetzt? Die Brust spannt, der Kopf schmerzt, Übelkeit macht sich breit oder depressive Verstimmungen treten auf. Viele Frauen sind ab und an von prämenstruellen Beschwerden betroffen. Die Beschwerden sind dabei sehr subjektiv – es gibt kein einheitliches Beschwerdebild. Charakteristisch ist, dass die Beschwerden in der zweiten Zyklushälfte, also ca.10-14 Tage vor der Periode auftreten und erst mit dem Einsetzen der Blutung langsam abklingen.

Durch welche Ursachen können PMS-Symptome entstehen?

Was genau die Entstehung des PMS auslöst, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig erforscht. Viele Faktoren führen zu den typischen Symptomen: Mediziner gehen davon aus, dass insbesondere ein Ungleichgewicht von Östrogen und Progesteron für die PMS-Beschwerden verantwortlich ist. Ein Östrogenüberschuss kann Wassereinlagerungen begünstigen. Dies kann sich in schmerzhaften Spannungen in der Brust äußern, von Medizinern auch Mastodynie genannt.

Viele Frauen leiden an PMS und den individuellen Symptomen

Einheitliche Zahlen, wie viele Frauen von PMS-Symptomen betroffen sind, gibt es nicht. Die Angaben variieren von Studie zu Studie und liegen zwischen 12 und 90%. Dabei macht sich das PMS bei jeder Frau ganz individuell bemerkbar: Die Symptome können in ihrer Dauer, Intensität und Variation selbst von Zyklus zu Zyklus verschieden ausfallen. Etwa ein Viertel aller Betroffenen leidet unter körperlichen und psychischen Beschwerden.

Das können Sie tun, um Ihre PMS-Beschwerden zu lindern

Zwar gilt das hormonelle Ungleichgewicht als Hauptursache des PMS, dennoch können auch natürliche Maßnahmen zur Linderung von Beschwerden beitragen:

Ernährung: Achten Sie auf eine magnesiumreiche Ernährung und die Aufnahme von Vitamin B sowie ungesättigten Fettsäuren. Auch sollten Sie die Salzzufuhr reduzieren, da Salz Wassereinlagerungen im Gewebe begünstigen kann.

Sport und Entspannung: Sportliche Betätigung kurbelt die Endorphin-Ausschüttung an – Und das macht glücklich! Depressiven Verstimmungen können Sie so versuchen, entgegenzuwirken. Zusätzlich können Sie durch Mediation, Yoga oder andere Entspannungsmethoden die PMS-Beschwerden mindern.

Wärme: Zählen Bauch-, Unterleibs- oder Rückenschmerzen bei Ihnen zu den typischen PMS-Symptomen, können Sie mit wärmespendenden Pflastern oder Kirschkernkissen Verkrampfungen lösen und den Schmerz lindern.

Medikamentöse Behandlung von PMS

So unterschiedlich die Symptome des PMS auch sein können, so verschieden sind die Therapieansätze. Helfen kann ein Periodenkalender, in dem Sie Ihre Symptome vermerken. So können Sie und Ihr Frauenarzt das Zusammenspiel zwischen Symptomen und dem Zyklus besser nachvollziehen.

Je nach Ausmaß des PMS können auch hormonelle Präparate eingesetzt werden, die Ihre Beschwerden lindern können:

  • Hormonelle Verhütungsmittel: Oft gibt ein unausgeglichener Hormonhaushalt den Ausschlag für das PMS. Hier können hormonelle Verhütungsmittel, wie die Pille zum Einsatz kommen: Die Einnahme der Pille führt zu gleichmäßigen Hormonspiegeln, die die PMS-Symptome mindern.
  • Hormonhaltige Gels gegen Brustschmerzen: Da die Brustschmerzen im Rahmen des PMS oft durch Wassereinlagerungen entstehen, die mit einem Östrogenüberschuss in Zusammenhang stehen, kann ein Progesteron-Gel die Beschwerden mindern. Es wird dabei lokal auf der Haut der Brust angewendet.

Mit speziellen Therapien und etwas Ruhe kombiniert mit einem gesunden Lebensstil können Sie die Tage vor den Tagen besser bewältigen.