Unregelmäßige Periode

Wenn der Zyklus aus dem Takt kommt

Kennen Sie das auch? Mal kommt Ihre Regel zu früh, mal Tage später und mal gar nicht? Eine unregelmäßige Periode muss nicht ungewöhnlich sein. Hier finden Sie Informationen zu einigen typischen Abweichungen und Blutungsstörungen.

  • Illustration eines weiblichen Unterleibs, Diagramm

Die wenigsten Frauen haben einen exakten Zyklus

Im Durchschnitt dauert ein Zyklus etwa 28 Tage. Diese Zahl ist von Frau zu Frau unterschiedlich: Das ist hier die Regel. Sollte Ihre Regel Sie jedoch schon mal nach 21 Tagen überraschen oder erst nach 35 Tagen einsetzen, muss das noch nichts bedeuten. Leichte Schwankungen und kleine Unregelmäßigkeiten Ihrer Periode sind völlig normal – schließlich ist das weibliche Hormonsystem sehr individuell. Oft reichen schon Stress im Job, falsche Ernährung oder ein Klimawechsel aus, um das Hormonsystem aus dem Gleichgewicht zu bringen. Kommt Ihre Periode also nicht regelmäßig, kann das viele Gründe haben.

Was Sie grundsätzlich wissen sollten

Im Leben einer Frau gerät der Hormonhaushalt besonders während der Pubertät und den Wechseljahren durcheinander – in diesen Lebensphasen ist ein launenhafter Zyklus üblich. Sollte Ihre Periode davon abgesehen zwar in einem unregelmäßigen Rhythmus, aber sonst beschwerdefrei verlaufen, ist die Ursache meist harmlos. Treten die Unregelmäßigkeiten bei Ihrer Periode allerdings plötzlich, über einen längeren Zeitraum oder ohne klare Ursache auf, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt besprechen ob ggf. eine weitere Abklärung oder Behandlung notwendig ist.

Der Frauenarzt wird unter anderem die Blutungsdauer, -stärke und -häufigkeit mit Ihnen besprechen. Denn diese Kriterien können dabei helfen, eine Blutungsstörung zu identifizieren.

Unregelmäßige Periode: Auswahl an Blutungsstörungen

  1. Seltene Blutungen (Oligomenorrhoe)

    Bei einer setzt die Periode beispielsweise erst nach ca. 35 Tagen ein. Durch einen verlängerten Zyklus kommt es seltener zu Blutungen. Diese Blutungsstörung wird auch Oligomenorrhoe genannt. Häufig sind hormonelle Störungen die Ursache, zum Beispiel eine erhöhte Androgenproduktion. Umso wichtiger ist es, die Ursachen dafür zu diagnostizieren. Sprechen Sie also unbedingt mir Ihrem Arzt.

  2. Häufige Blutungen (Polymenorrhoe)

    Eine kurze Zyklusdauer von 21 bis 25 Tagen kommt besonders häufig bei Frauen über 35 Jahren vor. Nähert sich der Körper den Wechseljahren, gerät das Hormonsystem durcheinander. Häufige Blutungen können auch zu einem Eisenmangel führen. Daher sollten die Blutwerte auch ärztlich kontrolliert werden.

Zwischen- und Schmierblutungen

Zwischen zwei Menstruationen können auch Zwischenblutungen  auftreten. Auch Schmierblutungen  zählen zu den Blutungsstörungen. Hier können hormonelle, mechanische oder organische Ursachen vorliegen.

Drei hilfreiche Tipps bei unregelmäßiger Periode

  1. Geregeltes Leben – regelmäßiger Zyklus

    Bringen Sie mehr Ausgeglichenheit in Ihr Leben. Besonders, wenn Stress zu Ihrem beruflichen oder privaten Alltag gehört. Regelmäßiger Sport, Pilates oder andere Entspannungsübungen können helfen: Sie schaffen Ausgleich und bauen Stress ab. Plus: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung gibt Ihrem körperlichen Wohlempfinden einen Extra-Kick.

  2. Nutzen Sie die Kraft der Natur

    Die Pflanzenheilkunde bietet zahlreiche Mittel, die bei ungleichmäßiger Periode helfen können. So können Wirkstoffe des Mönchspfeffers, auch „Frauenpflanze“ genannt, den Hormonspiegel stabilisieren. Sie können sich auch Tee aus Taubnessel zubereiten. Ihr wird ein ebenso blutungsfördernder Effekt wie dem Johanniskraut und Frauenmantel nachgesagt. Bei verstärkter oder verlängerter Blutung hingegen hilft Schafgarbe, die nicht nur eine blutstillende, sondern auch entkrampfende Wirkung hat.

  3. Hormonpräparate können den Hormonhaushalt ins Gleichgewicht bringen

    Kommt es durch hormonelle Ursachen zu Blutungsstörungen, dann werden diese zunächst ursächlich behandelt. Wenn keine ursächliche Therapie möglich ist, kann ein orales Kontrazeptivum, wie die Pille, zum Einsatz kommen. Hier wird der Arzt zusammen mit Ihnen die Therapie besprechen.

Arztbesuch ist Pflicht

In jedem Fall sollten sie bei unregelmäßiger Periode Ihren Frauenarzt aufsuchen, da verschieden Ursachen zu den Blutungsstörungen führen können: von hormonell bis organisch. Dazu zählen beispielsweise Veränderungen an Eierstöcken (u.a. Zysten) und Gebärmutter (u.a. Myome, Polypen).

Auch starke Blutungen sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Sollte Ihre Periode ausbleiben, ist die Durchführung eines Schwangerschaftstests ein erster Schritt.

 

  • Produktabbildung Kade Schwangerschaftstest

Grundsätzlich gilt: eine unregelmäßig verlaufende Periode ist in den meisten Fällen normal und harmloser Natur. Sind Sie zum Beispiel über 45 und bemerken eine dauerhafte Abschwächung Ihrer Blutung? Dann könnten die Wechseljahre einen möglichen Auslöser darstellen. In dieser Lebensphase lässt die Hormonproduktion in Ihren Eierstöcken nach. Achten Sie auf sich und Ihren Zyklus und fragen Sie bei Beschwerden Ihren Frauenarzt.

Häufige Ursachen für unregelmäßige Periode: Von Stress bis ernster Erkrankung

  1. Seelische Belastungen

    Kleinen Unregelmäßigkeiten im Zyklus werden häufig durch emotionale Strapazen, Kummer oder Stress ausgelöst.

  2. Körperliche Belastungen

    Oft sind auch lange Flugreisen, Zeitverschiebung, Leistungssport, Diäten, Unter- und Übergewicht oder Krankheiten die Ursache für einen kurzfristig unregelmäßigen Zyklus.

  3. Mögliche Erkrankungen

    Doch vergessen Sie nicht, dass größere Unregelmäßigkeiten auch auf Erkrankungen hindeuten können: Auch Fehlfunktionen der Eierstöcke, wie beispielsweise das PCO-Syndrom oder Erkrankungen der Gebärmutter können den Zyklus beeinflussen.