Periodenkalender: Lernen Sie mehr über Ihren Zyklus

Erkennen Sie schnell Unregelmäßigkeiten

Überraschungen sind eine schöne Sache. Aber welche Frau lässt sich schon gerne von ihrer Periode überrumpeln? Ein Periodenkalender verschafft Ihnen mehr Sicherheit und hilft Ihnen und Ihrem Frauenarzt, beispielsweise Unregelmäßigkeiten früh zu erkennen.

  • Handtuch, Tampons und Wecker liegen auf dem Boden

Ihr Periodenkalender: Kleiner Aufwand – großer Nutzen

Ganz gleich, ob Sie einen regelmäßigen oder unregelmäßigen Zyklus haben oder ob Sie hormonell verhüten – Sicherheit ist für alle Frauen wichtig. Das einfachste Mittel, um Ihren Zyklus im Auge zu behalten – auch als Hilfe für Ihren Frauenarzt – ist ein Periodenkalender. Der Zykluskalender hilft Ihnen also dabei, Ihren Körper besser kennenzulernen und kann Ihnen zudem Aufschluss über Ihre fruchtbaren Tage geben.

Wenn Sie die Antibabypille oder den Vaginalring verwenden, können Sie sich auf Ihren meist 28-Tage dauernden Zyklus [TC2] verlassen. Ihre Regelblutung setzt ca. 2-5 Tagen nach Beginn der Pillenpause oder nach Entfernen des Vaginalrings ein. Verzichten Sie auf diese Arten der Empfängnisverhütung, kann die Zykluslänge zwischen 25 und 35 Tagen variieren. Wie oft wurden Sie schon im ungünstigen Moment von Ihrer Periode überrascht? Mit einem Periodenkalender, auch Zyklus- oder Menstruationskalender genannt, haben Sie Überblick über den Regelbeginn.

Auch Ihr Frauenarzt profitiert von einem Periodenkalender. Mit Hilfe dieser Dokumentation kann er z.B. die Regelmäßigkeit Ihres Zyklus beurteilen. Unregelmäßigkeiten im Periodenkalender geben Ihrem Arzt einen Hinweis auf eventuell vorliegende Störungen.
Ein detaillierter Zykluskalender gibt dem Frauenarzt zusätzlich darüber hinaus einen Überblick über Beschwerden, ihr Auftreten und ihre Dauer. Es kann ein Zusammenhang zwischen körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen und dem Zeitpunkt des Zyklus hergestellt werden. So erkennt Ihr Frauenarzt zyklusabhängige Beschwerden und kann bei Bedarf. eine entsprechende Behandlung einleiten.

Je detaillierter der Periodenkalender, umso besser

Markieren Sie beginnend mit dem ersten Tag die Dauer Ihrer Monatsblutung im Periodenkalender. So lernen Sie Ihren Zyklus immer besser kennen und können absehen, wann Ihre Periode im nächsten Monat etwa einsetzt. Hierfür reicht schon ein Jahreskalender im Kartenformat, wie er bei vielen Frauenärzten ausliegt. Fragt Ihr Frauenarzt Sie beim nächsten Termin, wann Ihre letzte Regel war, haben Sie nicht nur gleich die Antwort, er erkennt zudem mit einem Blick auf Ihren Periodenkalender Ihren Zyklusverlauf und kann bei auffälligen Unregelmäßigkeiten ggf. weitere Schritte in Bezug auf Diagnostik oder Behandlung festlegen.
Notieren Sie zusätzliche Details zu Blutungsstärke oder unangenehmen Begleiterscheinungen wie starken Regelschmerzen im Periodenkalender. Hierfür eignet sich entweder Ihr normaler Jahreskalender oder Sie legen sich ein kleines Kalenderheft zu. Sollten Sie anhaltende Beschwerden haben und halten Sie die Symptome fest, erhält Ihr Frauenarzt nützliche Hinweise, die ihm bei der Abklärung einer möglichen Erkrankung helfen.

Ab einem gewissen Alter, hilft der Periodenkalender Ihrem Arzt auch dabei, zu beurteilen, ob die Wechseljahre bei Ihnen beginnen.

Je detaillierter Sie Ihren Periodenkalender führen, umso ganzheitlicher wird die Dokumentation der Beschwerden und Ihres Wohlbefindens, sodass Ihr Kalender Ihrem Frauenarzt weitreichende Informationen an die Hand gibt, die ggf. frühzeitig auf Erkrankungen, wie PMS hinweisen, können.

Periodenkalender: So klappt es mit der detaillierten Dokumentation

  • 1. Beginn und Dauer der Periode

    Diese Basisdaten gehören in jedem Periodenkalender. Einfach mit dem Beginn der Menstruation jeden Tag der Blutung ankreuzen.

  • 2. Unterschiedliche Blutungsstärke

    Notieren Sie täglich beispielsweise mit 1 bis 3 Punkten, ob Sie eine schwache, mittlere oder starke Blutung haben.

  • 3. Auffällige Besonderheiten

    Halten Sie Veränderungen wie Zwischen- oder Schmierblutungen, Unterleibskrämpfe oder Beschaffenheit des Blutes fest. Sie können aber auch weitere Beschwerden, wie Kopfschmerzen notieren.

  • 4. Seelisches Wohlbefinden

    Gereizt oder total entspannt? Mittels lachendem oder traurigem Smiley können Sie ebenfalls Stimmungsschwankungen notieren.

Periodenkalender als digitales Tool

Natürlich gibt es Periodenkalender mittlerweile auch als App oder Online-Tool. Das Praktische dabei: mit nur wenigen Klicks können Sie auch unterwegs Angaben zu Ihrer Regel in Ihrem Smartphone eintragen und speichern. Somit haben Sie jederzeit den Überblick und erhalten zudem eine Vorschau auf künftige Monatsblutungen sowie Ihre fruchtbaren Tage – was z.B. für die Familienplanung nützlich ist.

Kleiner Tipp: Um eine zuverlässige Vorhersage zu erhalten, sollten Sie bei Apps und Online-Tools darauf achten, dass sie „lernfähig“ sind. Ein guter digitaler Periodenkalender wendet nicht stur den normalen 28-Tage-Zyklus an, sondern lernt mit jeder monatlichen Eingabe mit Hilfe eines Algorithmus Ihren individuellen Zyklus kennen. Schließlich sollten völlig normale Verschiebungen von 1-3 Tagen berücksichtigt werden, um Ihre nächsten Monatsblutungen immer genauer zu berechnen.