Weißer Ausfluss: Alles noch im Normalbereich?

Veränderungen sollten beobachtet werden

Weißer Ausfluss ist erst einmal völlig normal. Er schützt vor Erregern und hat so eine wichtige Funktion inne. Gewisse Ausflussveränderungen in Verbindung mit weiteren Symptomen können Sie auch vor Erkrankungen warnen.

  • Illustration eines Frauenkörpers, Kreis mit weißem Tropfen drin

Weißer Ausfluss – der weibliche Abwehrmechanismus

Seiner milchig-weißen Farbe verdankt er seinen Namen “Weißer Ausfluss” oder “Weißfluss”. Weißer Ausfluss ist generell normal und wichtig: Er besitzt eine scheidenreinigende Funktion. Versagt aber die natürliche Abwehr und gerät beispielsweise zusätzlich der pH-Wert ins Schwanken, können körperfremde Erreger in die Scheide gelangen, sich vermehren und schließlich zu einer Erkrankung führen.

Wenn weißer Ausfluss sich verändert

Bei einer gesunden Frau zeigt sich oft ein geruchsloser, weißer Ausfluss. Nimmt er eine andere Farbe oder einen anderen Geruch an, verändert sich die Konsistenz, kommen noch Juckreiz oder Rötungen hinzu, kann eine Erkrankung dahinterstecken. Eine Möglichkeit ist eine Pilzerkrankung – diese hat zwar extrem unangenehme Symptome, ist aber relativ harmlos.

Bakterielle Vaginose oder Scheidenpilz als Ursachen für veränderten weißen Ausfluss: Was sind die Unterschiede?

  1. Anzeichen einer bakteriellen Vaginose

    Der üblicherweise weiße Ausfluss ist verstärkt, selten gräulich, dünnflüssig, blasig, auch cremig und riecht in vielen Fällen fischartig. Wichtigstes Anzeichen einer bakteriellen Vaginose ist ein erhöhter pH-Wert. Diesen kann Ihr Frauenarzt mit Hilfe eines Teststäbchens messen.

  2. Symptome bei Scheidenpilz

    Neben Juckreiz oder Brennen kann es zu Rötungen und Schwellungen der Schamlippen und des Scheideneingangs kommen. Weißer Ausfluss wird fast quarkartig oder bröckelig und tritt verstärkt auf. Ein Scheidenpilz, auch als Vaginalmykose  bezeichnet, wird ausgelöst durch den ganz normalen Hefepilz Candida albicans. Dieser kommt bei gesunden Menschen beispielsweise auf der Haut, im Mund und im Magen-Darmtrakt vor. Ist das Scheidenmilieu gestört, kann der Pilz sich vermehren und die typischen Symptome hervorrufen.

  3. Die Unterschiede sind entscheidend

    Im Gegensatz zur bakteriellen Vaginose bleibt der pH-Wert beim Scheidenpilz normal. Zudem entsteht kein strenger Intimgeruch. Der Ausfluss bleibt weißlich, in manchen Fällen kann eher auch gelblich werden, während er bei einer Scheideninfektion auch gräulich aussehen kann. Es gibt Fälle, bei denen sich die Symptome für den Laien nur schwer eindeutig zuordnen lassen. Ihr Arzt kann die Erkrankung genau diagnostizieren und Sie entsprechend behandeln.

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Drei Viertel aller Frauen leiden mindestens einmal im Leben an einem Scheidenpilz.

Ursachen und Behandlung einer Scheidenentzündung

Ist das Scheidenmilieu gestört, können sich Bakterien ausbreiten und so zur Entzündung führen. Vermeiden Sie deshalb z.B. übermäßige Körperreinigung mit stark chemischen Seifen oder Duschgels, da dies den Schutz durch die Milchsäurebakterien stören kann. In den meisten Fällen ist eine bakterielle Scheidenentzündung mit einem verschreibungspflichtigen Antibiotikum schnell überstanden. Eine zusätzliche Milchsäurebehandlung, wie beispielsweise die KadeFungin Milchsäurekur, normalisiert, über 7 Tage angewendet, die gestörte Scheidenflora wieder.

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So wenden Sie KadeFungin 3 bei Scheidenpilz an

Der wichtigste Bestandteil Ihrer KadeFungin Scheidenpilztherapie ist das in den Scheidentabletten enthaltende Antimykotikum (Anti-Pilzmittel) namens Clotrimazol. Die Funktion des Clotrimazols ist es, die Zellmembranbildung der Pilze zu behindern und somit nach und nach die Pilzzellenvermehrung zu unterbinden.

  • 1. Bestücken Sie den Applikator mit der Vaginaltablette

    Der beigefügte Applikator dient dazu, die Vaginaltablette möglichst tief in die Scheide einzuführen – setzen Sie dafür vorher die Vaginaltablette ein.

  • 2. Führen Sie den Applikator vorsichtig ein

    Führen Sie die Vaginaltablette vorzugsweise abends vor dem Schlafengehen im Liegen und mit angezogenen Beinen behutsam, aber tief in Ihre Scheide ein.

  • 3. Reinigen Sie den Applikator

    Nach Gebrauch sollten Sie den Applikator mit warmem Wasser und ohne Reinigungsmittel reinigen. Danach abspülen und vorsichtig abtrocknen.

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So bleibt Ihr Scheidenmilieu gesund

Diese Tipps helfen Ihnen, eine gesunde Vaginalflora zu bewahren:

  • Beim Toilettengang können Sie Infektionen durch Darmbakterien verhindern, indem Sie sich von vorne nach hinten abwischen.
  • Tragen Sie atmungsaktive, bei hohen Temperaturen waschbare Unterwäsche.
  • Zur Vorbeugung einer Infektion kann eine monatliche Milchsäurekur helfen. Dabei führen Sie nach jeder Menstruation über 2-3 Tage ein Milchsäure-Gel ein – so bleibt Ihr Scheidenmilieu bei einem pH-Wert zwischen 3,8 bis 4,5 leicht sauer.