Die Periode verstehen

Die wichtigsten Fakten zum Zyklus im Überblick

Die Periode ist unter vielen Bezeichnungen wie Regel, Tage oder rote Woche bekannt, doch wie kommt es zur Periode? Hier erfahren Sie mehr zu Zyklus, Eisprung und der Menstruation.

  • Frau liegt auf dem Bett, Bildausschnitt des Unterleibs

Der Zyklus und die Periode: So individuell wie Sie

Die Periode tritt erstmals während der Pubertät auf. Die allererste Regelblutung, auch Menarche genannt, setzt ungefähr im Alter zwischen 9 und 16 Jahren ein. Zu Beginn setzt die Monatsblutung häufig noch recht unregelmäßig ein. Das ist ganz normal und muss daher kein Grund zur Besorgnis sein. Der Grund dafür? Während der Pubertät nehmen die Eierstöcke ihre Arbeit, die Hormonproduktion, auf. Die Hormone im Körper geraten aus der Balance und es muss sicher erst wieder ein Gleichgewicht einstellen. Es kann einige Monate dauern, bis sich ein regelmäßiger Zyklus einpendelt. Zu Beginn können Zyklen noch anovulatorisch sein, d.h. der Eisprung findet nicht statt. Dauer und Stärke der Menstruation sind übrigens generell ganz individuell und von Frau zu Frau unterschiedlich.

Die Periode – Symbol der fruchtbaren Lebensphase

Die Periode markiert den Beginn der fruchtbaren Lebensphase. Zwischen der Menarche und der letzten Regelblutung, der so genannten Menopause, finden etwa 500 Zyklen statt. In dieser fruchtbaren Zeit können Frauen schwanger werden. Die Wahrscheinlichkeit für Frauen in einem Zyklus schwanger zu werden ist altersabhängig. Sie ist in einem Alter zwischen 20 und 24 Jahren am höchsten und sinkt dann langsam bis zu den Wechseljahren ab.

Wie schon während der Pubertät, kann die Periode auch bei Frauen in den Wechseljahren unregelmäßig sein, wenn die Eierstöcke langsam immer weniger Hormone produzieren. Zum Ende der Wechseljahre bleibt sie schließlich ganz aus. Bei einem normalen Monatszyklus dauert eine durchschnittliche Regelblutung zwischen 3-5 Tagen, wobei der Zyklus mit dem ersten Tag der Blutung anfängt und mit dem letzten Tag vor der nächsten Blutung aufhört. Eine beruhigende Tatsache: In der Regel hält sich der Blutverlust in Grenzen. Pro Monat verliert eine Frau etwa 60-150 ml Menstruationsflüssigkeit.

Bei stärkeren Blutungen sollte Sie einen Arztbesuch einplanen, denn eine starke Periode kann unter anderem zu einer Ausschöpfung der Eisenvorräte im Körper und zur Blutarmut, auch Anämie genannt, führen. Wenn Sie sich oft schlapp, müde und unkonzentriert fühlen, lassen Sie bei Ihrem Arzt Ihre Eisenwerte kontrollieren.

Die Hormone Östrogen und Progesteron regeln Ihren Zyklus

Der Hormonhaushalt einer Frau ist ein komplexes und perfekt aufeinander abgestimmtes System. Unter anderem regulieren die beiden vorwiegend in den Eierstöcken produzierten Hormone Östrogen und Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt, in einem sensiblen Gleichgewicht den Zyklus. Dass dieser schon mal aus dem Rhythmus kommt, ist nicht selten. Stress, Leistungssport, eine starke Gewichtsabnahme oder Übergewicht können zu Unregelmäßigkeiten führen. In der Perimenopause können unregelmäßige Blutungen auftreten und auf die eintretenden Wechseljahre hindeuten.

Gerät das Hormongleichgewicht ins Wanken, kann es zu Abweichungen wie beispielsweise einem verlängerten oder verkürzten Zyklus kommen. Auch eine stärkere oder schwächere Blutung kann mal vorkommen. Treten diese Symptome einmalig auf, besteht für Sie meist kein Grund zur Sorge. Bei plötzlichen oder andauernden Veränderungen der Periode hingegen, sollten Sie Ihren Frauenarzt aufsuchen. Das gilt natürlich auch, wenn Ihre Regel von starken Schmerzen begleitet wird. Bei einer ausbleibenden Blutung sollte immer auch an die Möglichkeit einer Schwangerschaft gedacht werden.

Behalten Sie Ihre Periode und Ihren Zyklus im Blick

  • Methode 1: Ihr Persönlicher Periodenkalender

    Gehören Sie zu der Gruppe unbeschwerter Frauen mit einem regelmäßigen Zyklus ohne weitere Schwankungen und Unannehmlichkeiten? Wenn ja, reicht es schon, wenn Sie einen schlichten Periodenkalender führen, um Ihren Zyklus im Blick zu behalten. Darin notieren Sie sich Ihre Tage und die Dauer, um im nächsten Monat nicht überrascht zu werden. Auch Ihrem Frauenarzt hilft diese Dokumentation, z.B. bei der Bewertung von Unregelmäßigkeiten.

  • Methode 2: Hormonpräparate wie die Antibabypille

    Zählen Sie zum Großteil der Frauen, deren Regelblutung unterschiedlich und unregelmäßig verläuft? Für einen gleichmäßigeren Rhythmus kann beispielsweise die Einnahme von Hormonen, wie der Pille, sorgen. Neben ihrer empfängnisverhütenden Wirkung, kann sie wieder Ordnung in Ihre Periode bringen. Die Pille ist rezeptpflichtig. Ein Termin beim Frauenarzt ist also Pflicht. Ihr Frauenarzt wird Sie zu Risiken und Nebenwirkungen beraten. Nutzen Sie Ihren nächsten Termin beim Gynäkologen dazu, um auch Ihre offenen Fragen dazu zu klären.